Der Coming-Home-Effekt: Warum Dein Darm weiß, wann Du zu Hause bist
- Katrin Lang

- vor 4 Tagen
- 4 Min. Lesezeit

Was Nervensystem, Darm-Hirn-Achse und unsere vertrauten Routinen damit zu tun haben.
Der Coming Home Effekt – hast du von diesem Effekt schon einmal gehört? Was könnte sich dahinter verbergen?
Der Begriff ‚Coming-Home-Effekt‘ beschreibt ein Phänomen, dass die meisten Menschen einen plötzlichen Drang verspüren, sofort zur Toilette gehen zu müssen, sobald sie nach eine Abwesenheit oder einer Reise das Zuhause betreten.
Auch wenn das Thema Toilettengang für die meisten Menschen etwas unangenehm und sogar mit
Scham belegt ist, möchte ich in den nächsten Leseminuten das Thema ein bisschen näher
beleuchten.
Denn wie regelmäßig und auch wo wir auf Toilette gehen können, hat mehr mit unserem
Nervensystem, unserem Immunsystem und unserem Gehirn zu tun, wie es sich die meisten von
uns vorstellen können.
Vielleicht ist dir der Begriff Darm-Hirn-Achse schon einmal begegnet?
Die Darm-Hirn-Achse beschreibt die ständige, in beide Richtungen verlaufende Verbindung
zwischen unserem Verdauungssystem und dem Gehirn.
Hierzu ist interessant, dass das Nervensystem des Darm (enterische Nervensystem) aus dem
selben Ursprungsgewebe entsteht wie das Gehirn. Ein Teil der Zellen wandert zum Gehirn, der
andere Teil in den Bauchraum. Das enterische Nervensystem ist mit rund 100 Millionen
Nervenzellen eigenständig, sendet aber ständig Signale zum Kopfhirn. Das Nervensystem des
Darms nennt man auch Bauchhirn.
Der Vagusnerv (Hauptnerv) dient dabei als direkte Datenautobahn zwischen dem Bauch und dem
Kopf. Die Darmbakterien produzieren wichtige Botenstoffe und Stoffwechselprodukte, die über
die Darm-Hirn-Achse direkt mit dem Nervensystem und Gehirn kommunizieren. Zu diesen Stoffen
gehören u.a. auch Serotonin, dass sogenannte Glückshormon. Aber auch kurzkettige Fettsäuren,
die das Immunsystem unterstützen und die Reifung von Gehirnzellen beeinflussen, gehören dazu.
Auch Entzündungszeichen und Immunzellen aus dem Darm übermitteln ebenfalls Informationen
an unser Gehirn.
Kurz gesagt, unser Darm und unser Gehirn kommunizieren ständig miteinander.
Sind wir in einem Stressmodus unterwegs, dann kommt der Sympathikus ins Spiel und blockiert die Entleerung,
indem der Schließmuskel spannt und sich die Blase dehnt.
Das ist oft der Zustand, dem unser Körper auf Reisen oder auswärts ausgesetzt ist. Vielleicht
denkst du dir jetzt, aber im Urlaub bin ich doch total entspannt, also müssten doch auch mein
Gehirn und Darm sich entsprechend entspannen.
Denn besonders unser Darm ist ein Gewohnheitstier. Feste Abläufe, die vertraute
Toilettenumgebung oder der erste Kaffee, Tee oder warmes Zitronenwasser in unserer gewohnten
Umgebung triggern die Darmbewegung und sorgen dafür, dass unser Darm sich entleeren kann.
Auf Reisen kommt unser Darm zudem oft mit neuen Bakterien in Berührung, die den Körper im
ersten Moment in eine Stresssituation bringen. Oft können wir in einer neuen Umgebung erst ab
dem dritten Tag eine gesunde Toilettenhygiene etablieren und das gesamte Nervensystem kann
sich entspannen. Bei vielen Menschen stellt sich dieser Zustand allerdings auch erst nach einer
Woche ein und oft hört man dann den Satz: Jetzt bin ich im Urlaub angekommen. Beobachtet
euch gerne selbst einmal, wenn ihr diesen Satz von euch kennt, ob ab dann auch gleichzeitig eure
gewohnter Toilettengang-Rhytmus einsetzt.
Dann ist der sogenannte Parasympathikus aktiv. Er sorgt für Entspannung im Nervensystem, dass
Gehirn läuft nicht ständig auf Hochtouren und unser Darm gibt ein Signal an den Schließmuskel
weiter, dass er sich ebenfalls entspannen darf.
Es gibt auch einige Menschen, bei denen alle körperlichen Verteidigungsmechanismen
überfordert sind, wenn Körper, Geist und die Seele sich entspannen dürfen. Sie werden oft im
Urlaub oder an den Wochenenden krank, man nennt das auch Leisure Sickness oder
Freizeitkrankheit.
Im Alltag halten Stresshormone den Körper auf Leistung und wenn dieser Druck wegfällt, dann
schaltet der Körper um. Das Immunsystem stand unter Dauerstrom, bricht ein und aufgestaute
Infekte können ausbrechen.
Hier kommen ein paar Tipps, wie wir unseren Darm unterstützen können, unseren Körper vor einer
Reise nicht von 100 auf 0 abbremsen müssen, auf einer Reise schneller einen „Jetzt bin ich
angekommen“-Effekt erreichen und wir, wenn gewünscht und möglich, auch unterwegs einen
„Coming-Home-Effekt“ erzielen können:
Routinen täglich umsetzen, auch unterwegs
mit einem Tee oder Zitronenwasser in den Tag starten
150 leichte Sprünge nach dem Aufstehen machen (unfassbar, was diese simple Übung
unseren Darm in Schwung bringt)
den morgendlichen Toilettengang mit einem visuellen Bild verknüpfen; das können wir
überall abrufen und unseren Darm, unser Nervensystem direkt in einen entspannten Modus
bringen
eine spezielle Mediation beim Toilettengang ausprobieren (habe ich selbst noch nicht
ausprobiert und freue mich daher sehr auf Rückmeldungen von euch, wenn ihr es getestet
habt)
Schritte sammeln; die Bewegung bringt unseren Darm in Schwung
regelmäßige und ausgewogene Mahlzeiten
möglichst wenig verarbeitetes Essen
Ballaststoffzufuhr erhöhen
dem Darm gute Bakterien zuführen
Bei den letzten beiden Punkten ist es mittlerweile recht schwer, das über eine gesunde Ernährung
hinzubekommen.
Leider hat sich alleine in den letzten 15 Jahren unsere Nährstoffzufuhr um bis zu 40 % verschlechtert.
Ausgelaugte Böden und hochverarbeitete Lebensmittel sind nur einige der
Faktoren, die dazu führen, dass wir bei vermeintlich gleich gesunder Ernährung deutlich weniger
Nährstoffe zu uns nehmen.
Daher werden bei uns in der Familie hochwertige Ballaststoffe (sogenannte Präbiotika, gutes
Futter für den Darm, bereiten den Darm vor) und Probiotika (gute Mikroorganismen, die im Darm
arbeiten) hinzugefügt.
Unsere Darmflora hat einen großen Einfluss auf unser seelisches Wohlbefinden und unsere
Gehirnfunktion. Daher dürfen wir da ein bisschen nachhelfen:
Hier kommen meine Produktempfehlungen für euch:
1. RINGANA Pack C
• Ein hoher Ballaststoffanteil reinigt den Darm schonend und bringt den Darm in Schwung.
Nährstoffe können so viel besser über den Darm in die Blutbahnen gelangen. Versteckte
Essensreste im Darm werden ausgeschieden und der Blähbauch verschwindet.
2. RINGANA Caps Biotics
• 21.000.000.000 Fans für den Darm unterstützen den Mikroorganismus aus Laktobazillen und
Bifidobakterien-Stämmen.
3. RINGANA Caps d-gest
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Entgiftungsorganen unter die Arme, führen dadurch zu weniger Stresshormone und helfen
somit auch unserem Darm.
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