Coming Home – Nach Hause kommen heißt nicht zurückzugehen.
- Iris Jansen

- vor 4 Tagen
- 9 Min. Lesezeit

Nach Hause kommen heißt nicht zurückzugehen. Es heißt, dort anzukommen, wo Du heute wirklich bist.
Es gibt dieses ganz besondere Gefühl, nach Hause zu kommen.
Nach einer Reise den eigenen Schlüssel ins Schloss zu stecken, die Tasche abzustellen und wieder in der eigenen Küche zu stehen. In das eigene Bett zu sinken. Morgens aus der Lieblingstasse zu trinken. Wieder die vertrauten Wege zu gehen und die Menschen um sich zu haben, die zu unserem Leben gehören.
Gerade jetzt, wenn überall nach und nach die Sommerferien enden, kennen vermutlich viele dieses Gefühl. Wir kehren zurück. Aus dem Urlaub, aus dem Sommer, aus diesem wunderbaren Dazwischen, in dem die Uhren ein bisschen anders gehen – zurück in unseren Alltag.
Und meistens liebe ich dieses Nach-Hause-Kommen. Diesmal war es anders.
Wir hatten im Urlaub eine so besondere Zeit. Wir waren in einem kleinen Destinature Feriendorf, hatten wunderbare Menschen kennengelernt und lebten ein paar Tage in dieser kleinen eigenen Welt – und irgendwie war auch dort ein Zuhause entstanden. Eines auf Zeit.
Auf der Heimfahrt war zunächst alles gut. Doch je näher wir unserem eigentlichen Zuhause kamen, desto stärker spürte ich plötzlich einen Widerstand.
Ich wollte nicht zurück.
Nicht, weil ich mein Zuhause nicht liebe. Sondern weil ich diese Version von mir, die dort im Urlaub zum Vorschein gekommen war, nicht wieder verlieren wollte.
Vor unserer Abreise hatte ich einiges zurückgelassen, was mich beschäftigt und belastet hatte. Im Urlaub war es auf einmal weit weg gewesen. Ich hatte losgelassen, mich leicht gefühlt, anders. Und kurz vor unserer Ankunft kam dieses merkwürdige Gefühl: Gleich öffne ich meine Haustür – und mit ihr vielleicht auch wieder all die Päckchen, die dort auf mich warten.
Als würde ich nicht nur an einen Ort zurückkehren, sondern automatisch auch zu der Frau, die ihn verlassen hatte.
Vielleicht kennst Du dieses Gefühl. Nach einem Urlaub. Nach einer Auszeit. Manchmal sogar nach einem einzigen richtig guten Wochenende. Wir haben Abstand gewonnen, etwas gespürt, vielleicht eine Seite an uns wiedergefunden, die im Alltag lange keinen Raum hatte – und für einen Moment fürchten wir, dass der Alltag sie uns sofort wieder nimmt.
Aber genau das ist nicht passiert.

Ich kam an denselben Ort zurück. Aber ich war nicht mehr ganz dieselbe.
Und vielleicht war es genau deshalb plötzlich so deutlich zu spüren, was hier zu Hause noch nicht mitgekommen war. Mein Office Space zum Beispiel. Ein Raum, in dem noch viel von einem beruflichen Kapitel steckte, das längst hinter mir lag. Ich hatte das schon länger gespürt, aber nach dem Urlaub konnte ich es auf einmal nicht mehr übersehen: Dieser Raum passte nicht mehr zu der Frau und zu der Arbeit, mit der ich heute dort sitze.
Also fing ich an.
Ich strich die Wände, rückte Möbel, tauschte Bilder aus und hängte eine wunderschöne Blumenlampe an die Decke. Und ziemlich selbstverständlich landete ich dabei ausgerechnet bei den Farben, die inzwischen so sehr zum Female Hub gehören.
Es war äußerlich betrachtet nur ein Raum, den ich neu gestaltet habe.
Für mich war es viel mehr.
Ich habe das, was sich innerlich längst verändert hatte, endlich auch im Außen sichtbar gemacht.
Plötzlich erzählte dieser Raum nicht mehr von dem, was einmal gewesen war. Er fühlte sich nach dem an, was jetzt da ist – und nach dem, was von hier aus entstehen darf.
Und ich merkte, wie sehr mir genau das beim Ankommen half.
Vielleicht unterschätzen wir manchmal, wie eng unser inneres und unser äußeres Zuhause miteinander verbunden sind. Räume tragen Erinnerungen. Sie begleiten Lebensphasen und Versionen von uns. Und manchmal merken wir erst, wenn wir uns selbst verändert haben, dass unser Außen noch in einer alten Geschichte feststeckt.
Dann darf eine Wand eine andere Farbe bekommen. Ein Möbelstück gehen. Ein Raum eine neue Aufgabe bekommen.
Nicht, weil wir ausradieren wollen, was war.
Sondern weil auch unser Zuhause mit uns weiterleben darf.
Und vielleicht ist das ebenfalls Coming Home: dem Menschen, der wir heute sind, auch im Außen einen Ort zu geben, an dem er sich wirklich zu Hause fühlen kann.

Denn Zuhause ist so viel mehr als eine Adresse.
Es sind Orte, Menschen und Dinge, die uns dieses Gefühl von Vertrautheit und Sicherheit schenken. Unsere Kraftplätze. Der Mensch, bei dem wir nichts erklären müssen. Das eigene Sofa. Die Yogamatte. Ein vertrauter Duft. Eine warme Dusche. Der Spaziergang, den wir schon hundertmal gegangen sind. Die geliebte Tasse Tee am Morgen. Diese kleinen Rituale wirken vielleicht unspektakulär und sagen unserem ganzen System doch etwas sehr Wesentliches:
Du bist sicher. Du darfst ankommen.
Vielleicht brauchen gerade Menschen, die viel unterwegs sind, dieses Zuhause umso mehr. Nicht zwingend als festen Ort, sondern als etwas, das sie mitnehmen können: ihre Rituale, ihre Gewohnheiten, ihren Atem, ihre Praxis.
Denn das tiefste Zuhause, das wir besitzen, tragen wir immer bei uns:
Uns selbst.
Und vielleicht ist genau das die eigentliche Aufgabe: immer wieder bei diesem Menschen anzukommen. Nicht bei der Version von uns, die wir einmal waren. Nicht bei der, von der wir glauben, dass andere sie gerne hätten. Sondern bei der Frau, die jetzt da ist.
Denn wir verändern uns. Unser Körper verändert sich, unsere Beziehungen, unsere Bedürfnisse und unsere Lebensumstände. Wir werden vielleicht Mütter. Wir beginnen neu. Wir lassen Dinge hinter uns, von denen wir einmal dachten, sie würden für immer zu uns gehören.
Und so stellt uns das Leben immer wieder dieselben Fragen:
Wer bin ich jetzt? Was brauche ich jetzt? Was fühlt sich noch nach mir an – und was längst nicht mehr?

Ich kenne diese Bewegung sehr gut. Vielleicht auch deshalb, weil ich selbst sehr weit weggehen musste, um irgendwann wieder nach Hause kommen zu können.
Nach fast 20 Jahren fern meiner Heimat bin ich schließlich tatsächlich zurückgekehrt – ausgerechnet in das Haus meiner Großeltern, direkt neben meine Eltern.
Dazwischen liegen Yoga und die Liebe, Köln und Berlin, mein erstes Yogastudio, viele Jahre Retreats, Mutterwerden, Loslassen, Neuanfänge und ziemlich viele Versionen meiner selbst.
Was sich zunächst fast wie ein Rückschritt anfühlte, wurde zu einem meiner größten Coming-Home-Momente.
Aber diese Geschichte ist eine eigene. Ich erzähle sie euch in dieser Ausgabe noch ganz persönlich. Stay Tuned!
COMING HOME – diesen September im Female Hub
Vielleicht berührt mich unser Monatsthema gerade deshalb so sehr, weil Nach-Hause-Kommen auf so vielen Ebenen unseres Lebens stattfinden kann.
Manchmal beginnt es ganz körperlich. Wenn unser Nervensystem aus dem ständigen Tun herausfindet, der Atem tiefer und der Bauch weicher wird. Katrin nimmt uns in ihrem Artikel „Der Coming-Home-Effekt“ mit auf eine faszinierende Reise durch unseren Darm – und zeigt, wie eng Verdauung, Nervensystem und unser Gefühl von innerer Sicherheit miteinander verbunden sind.
Auch Helena begleitet uns zurück in unsere Mitte. Mit ihren ayurvedischen Impulsen für mehr Balance im Überganglädt sie uns ein, den Wechsel vom Sommer in den Herbst bewusster zu gestalten: mit Wärme, Rhythmus und dem Wissen darum, was uns jetzt wirklich nährt. Und weil ein wichtiges Thema aus dem August noch auf uns wartet, holen wir im September ihr Live über Agni, unser ayurvedisches Verdauungsfeuer, nach.
Denn wir sind nicht nur, was wir essen – sondern auch, was wir verdauen.
Miriam nähert sich unserem Zuhause über einen unserer unmittelbarsten Sinne: den Duft. Bestimmte Aromen können uns innerhalb eines Augenblicks in vertraute Räume, Erinnerungen und Gefühle zurückversetzen. In ihrem Beitrag „Der Duft von Zuhause“ zeigt sie uns, welche ätherischen Öle Geborgenheit schenken und uns dabei unterstützen können, eine Atmosphäre zu erschaffen, in der wir uns wirklich wohlfühlen.
Und diesmal bleibt es nicht nur beim Lesen: Miriam öffnet ganz real die Türen ihres wunderschönen Aromastudios in Engelskirchen und lädt uns ein, mit ihr gemeinsam das dreijährige Bestehen zu feiern. Ein duftendes, fröhliches Get Together – und eine wunderbare Gelegenheit, einigen Frauen aus dem Hub auch außerhalb unserer Bildschirme zu begegnen.
Welche Frau wartet hinter der nächsten Tür?
Coming Home bedeutet nicht immer, zu einer früheren Version unserer selbst zurückzukehren.
Manchmal bedeutet es, einer neuen Frau in uns die Tür zu öffnen.
Julia schreibt in „Wer bin ich eigentlich?“ über die Perimenopause – über Veränderungen, die uns körperlich und emotional herausfordern können, aber auch über die große Frage, wer wir werden, wenn das bisherige Selbstbild nicht mehr ganz passt.
Vielleicht geht es in dieser Lebensphase gar nicht darum, wieder die zu werden, die wir einmal waren. Vielleicht dürfen wir neugierig auf die Frau werden, die gerade entsteht.
Darüber wollen wir nicht nur lesen. In einem gemeinsamen Live Sharing Circle öffnen wir einen Raum für ehrlichen Austausch, persönliche Erfahrungen und all die Fragen, mit denen so viele Frauen noch immer viel zu oft allein bleiben.
Drei Schlucke zurück zu Dir
Sandra schenkt uns ein warmes Coming-Home-Ritual mit Tee oder Matcha, Kerzenlicht, Journaling und kleinen sinnlichen Ankern. Eine Einladung, für einen Moment aus dem Funktionieren auszusteigen und wieder im eigenen Körper anzukommen.
Aus dieser gemeinsamen Liebe für Räume, in denen Frauen weich werden, sich erinnern und miteinander verbinden dürfen, entsteht außerdem etwas ganz Besonderes: Im Oktober öffnen Sandra und ich im wunderschönen Calm Room Köln unseren ersten gemeinsamen Women Circle.
Mit Teezeremonie, Yin Yoga, Trancereise, Sharing Circle und Orakelkarten. Nur acht Frauen. Zwei Stunden voller Tiefe, Wärme und echter Verbindung.
Und für jene ersten Abende, an denen wir wieder Lust auf Wärme, Kerzenlicht und ein kleines Zuhausegefühl auf dem Teller bekommen, warten außerdem zwei köstliche Rezepte für einen Cozy September auf Euch.
Zurück in Deinen Rhythmus
Und natürlich führt mich Coming Home auch dorthin, wo für mich selbst vor vielen Jahren alles begonnen hat: zum weiblichen Zyklus.
Unser Körper kennt die Bewegung des Zurückkehrens längst. Nach der Energie des inneren Sommers beginnt ganz natürlich der Weg nach innen – in die Lutealphase, unseren inneren Herbst.
Vielleicht ist sie unsere monatliche Erinnerung daran, weniger zu fragen:
Was will die Welt gerade von mir?
Und wieder mehr:
Was brauche ich?
Im September möchte ich Dich deshalb ganz praktisch zurück in Deinen Körper holen: mit einer ausgiebigen Yin-Yoga-Session am Sonntag, unserem gemeinsamen Ecstatic Dance Live – und zwei neuen kleinen Auszeiten in der Mediathek.
Mit 26 Minuten Yin Yoga direkt vom Strand von St. Peter-Ording darfst Du nach einer Reise, einem vollen Tag oder einfach zwischendurch ganz bewusst wieder bei Dir landen. Meeresrauschen inklusive.
Und manchmal braucht es sogar noch weniger: In meiner 9-minütigen Atemausdehnung wird Dein Atem selbst zum Weg nach Hause. Raus aus dem Außen, hinein in Deinen Körper, Deinen Raum und Deinen eigenen Rhythmus.
Und ich gehe noch einen Schritt weiter:
Mit IN MY RHYTHM entsteht mein erster offizieller vierwöchiger Onlinekurs im Female Hub. Eine intensive Reise durch die vier Zyklusphasen – mit Wissen, Yoga, Embodiment und persönlicher Begleitung.
Die Warteliste ist ab sofort geöffnet.
Ein kleines Extra nur für unsere Member
Und weil Zuhause eben auch all die kleinen Dinge sein dürfen, die uns nähren, erden, schmücken oder einfach guttun, habe ich für September noch ein paar besondere Member Specials für Euch gesammelt.
Bei Spirit of Eden bekommt Ihr 15 % Rabatt auf wunderschönen Schmuck und Malas – kleine Begleiter, die ich selbst schon seit vielen Jahren liebe.
Auch ZOA ZEN schenkt Euch 15 % auf ihr natürliches Räucherwerk – perfekt für kleine Rituale, zum Ankommen, Loslassen oder um den eigenen vier Wänden eine ganz besondere Atmosphäre zu geben.
Und wer im September noch ein bisschen tiefer zu sich selbst schauen möchte, bekommt auch dafür besondere Möglichkeiten: Helena Himmelsbach bietet Hub Membern ihre persönliche 1:1 Ayurveda-Anamnese für 350 € statt 490 € an – ganze 140 € Member-Vorteil.
Und Julia schenkt Euch einen besonderen Rabatt auf eine 1:1 Coaching-Session mit ihr – für alle, die vielleicht gerade an einem Punkt stehen, an dem die Frage „Wer bin ich eigentlich jetzt?“ ein bisschen mehr Raum braucht.
Die genauen Infos und Rabattcodes findet Ihr im Memberbereich bzw. folgen in Kürze.
Eine Edition, die sich entfalten darf
Unsere September-Ausgabe wird diesmal nicht an einem einzigen Tag vollständig vor Euch liegen. Sie öffnet heute ihre Türen – und wächst im Laufe des Monats weiter.
Neue Artikel, Impulse, Lives und Practices kommen nach und nach hinzu. So bekommt jeder Beitrag den Raum, wirklich gelesen, erlebt und in den Alltag mitgenommen zu werden. Und Ihr habt immer wieder einen Grund, zurückzukommen und Neues zu entdecken.
Und jetzt möchte ich Deine Geschichte hören
Was bedeutet Coming Home für Dich?
Wann spürst Du dieses tiefe Gefühl von Hier bin ich richtig?
Ist Dein Zuhause ein Ort? Ein Mensch? Ein Duft? Ein Ritual? Dein Körper? Die erste Tasse Tee am Morgen, ein bestimmter Weg, eine Praxis – oder vielleicht eine Version Deiner selbst, bei der Du gerade erst ankommst?
Und vielleicht fühlst Du Dich gerade auch überhaupt nicht angekommen, sondern bist noch auf dem Weg.
Schreib es uns unten in die Kommentare. Lass uns diesen Monat mit unseren ganz unterschiedlichen Geschichten füllen und gemeinsam herausfinden, was es bedeuten kann, nach Hause zu kommen.
Nicht zurück zu der, die wir einmal waren.
Sondern zu uns. Genau jetzt.
Willkommen zu Hause.
Iris

Iris Jansen
Yoga | Embodiment | Körperweisheit | Zyklisches Leben
Hi, ich bin Iris. Initiatorin, Raumhalterin und Verbinderin im Female Hub. Ich glaube daran, dass jede Frau bereits alles in sich trägt, was sie braucht. Manchmal braucht es nur die richtigen Impulse, Erfahrungen und Menschen, um sich daran zu erinnern.
Genau dafür erschaffe ich seit über 21 Jahren Räume für Frauen.
Als Yogalehrerin, Körpertherapeutin, Mentorin und Raumhalterin habe ich in den vergangenen zwei Jahrzehnten hunderte Frauen begleitet, über 50 Retreats veranstaltet, ein Yogastudio geleitet, Yogalehrer ausgebildet, als Co-Founderin ein Unternehmen aufgebaut, ein Zyklus-Tool entwickelt und ein Buch geschrieben.
Im Female Hub teile ich meine Erfahrung rund um Yoga, Embodiment, Körperweisheit, Weiblichkeit, zyklisches Leben, Rituale und persönliche Entwicklung.
Als Mama eines Sohnes und in einer langjährigen Partnerschaft weiß ich aus eigener Erfahrung, wie herausfordernd und gleichzeitig erfüllend es sein kann, Familie, Beziehung und die eigenen Träume miteinander zu verbinden. Und wie wichtig es ist, sich selbst dabei nicht zu verlieren, sondern weiterzuwachsen, den eigenen Weg zu gehen und das Leben bewusst zu gestalten. Vielleicht ist genau deshalb meine größte Stärke das Zusammenbringen. Von Menschen. Von Ideen. Von Möglichkeiten.
Denn ich glaube:
Wenn Frauen ihre Stärken miteinander verbinden, entsteht etwas, das größer ist als jede Einzelne von uns.
Und genau aus dieser Überzeugung heraus ist The Female Hub entstanden.
Ich freue mich, dass du hier bist.



Der Einstieg macht Lust auf mehr.