Wofür brennst Du? Vom Mut, dem inneren Feuer zu folgen.
- Iris Jansen

- 1. Aug.
- 6 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 11. Aug.

Wofür brennst Du gerade?
Nicht gestern.
Nicht irgendwann.
Sondern genau jetzt.
Falls Dir die Antwort nicht sofort einfällt, bist Du vermutlich nicht allein.
Genau deshalb widmen wir unsere August-Ausgabe einem Thema, das mich schon mein ganzes Leben begleitet:
Unserem inneren Feuer.
Der August ist der heißeste Monat des Jahres. Alles steht in voller Blüte. Die Natur zeigt sich in ihrer ganzen Kraft. Und auch wir Frauen kennen diesen Sommer – nicht nur draußen, sondern in uns.
In unserem Zyklus ist der Eisprung unser innerer Sommer. Wir sind präsent, sichtbar, voller Energie. Wir strahlen. Wir halten nichts zurück. Wir treten hinaus auf die Bühne unseres Lebens, sprechen aus, was wir wollen, und ziehen andere Menschen mit unserer Ausstrahlung fast magisch an. Für mich verkörpert genau das unser inneres Feuer.
Und wenn ich ehrlich bin, begleitet mich dieses Feuer schon mein ganzes Leben.
Heute – nach über zwanzig Jahren Yoga, unzähligen Retreats, Reisen und vermutlich der spannendsten Reise überhaupt, nämlich der zu mir selbst – weiß ich, dass dieses Feuer meine größte Stärke ist.
Oder vielleicht besser gesagt:
Meine schöpferische Kraft.
Denn Kreativität bedeutet für mich längst nicht mehr, besonders schön malen oder zeichnen zu können. Kreativität bedeutet, etwas zu erschaffen.
Etwas in die Welt zu bringen, das vorher nur eine Idee war.
Ein Gedanke.
Eine Vision.
Ein Gefühl.
Als Kind fiel mir das ganz leicht. Ich habe Geschichten geschrieben, an Schreibwettbewerben teilgenommen, ständig neue Spiele erfunden und andere mit meinen Ideen angesteckt. Mein erster Beruf war Hair & Make-up Artist, weil mich diese kreative Welt schon immer magisch angezogen hat.
Und trotzdem hätte ich mich damals niemals als kreativen Menschen bezeichnet.
Vielleicht kennst Du das.
Sobald etwas bewertet wird, beginnen wir plötzlich, an uns selbst zu zweifeln.
Bin ich gut genug?
Ist das überhaupt kreativ?
Darf ich mich so nennen?
Genau darüber schreibt Anja in diesem Monat in ihrem wunderschönen Beitrag „Das, was in Dir brennt, darf sichtbar werden.“ Warum Kreativität nichts mit Talent zu tun hat, sondern mit dem Mut, sich zu zeigen. Und in ihrer Live Session „No More Limits“ darfst Du genau diese alten Bewertungen Stück für Stück loslassen. Ich verspreche Dir: Da wartet so viel mehr in Dir, als Du vielleicht gerade glaubst.
Erst viele Jahre später habe ich verstanden, dass Kreativität so viel größer ist.

Ich habe Yogastunden entwickelt.
Retreats erschaffen.
Programme geschrieben.
Erlebnisse kreiert.
Und dann gab es diesen einen Abend auf Ibiza...
Ich hatte es endlich geschafft, Retreats an genau dem Ort zu veranstalten, von dem ich jahrelang geträumt hatte. Die Teilnehmerinnen saßen unter einem uralten Olivenbaum. Lichterketten funkelten zwischen den Ästen. Überall wurde gelacht. Ich lag ein kleines Stück entfernt in einer Hängematte und habe einfach nur zugeschaut.
Und plötzlich traf mich dieser Gedanke:
Dieser Moment existiert nur, weil er irgendwann einmal meine Idee war.

Aus einer Vision war Wirklichkeit geworden.
Irgendwann habe ich verstanden, dass die schönsten Momente meines Weges nie entstanden sind, weil ich alles perfekt geplant hatte.
Sondern weil ich mich getraut habe.
Weil ich aufgehört habe, mich zurückzuhalten.
Weil ich nicht mehr gefragt habe, was andere wohl denken könnten.
Sondern nur noch:
Fühlt es sich wahr an?
Und jedes Mal, wenn ich diesem Gefühl gefolgt bin, sind genau die Erlebnisse entstanden, von denen meine Teilnehmerinnen heute noch erzählen.
Vielleicht braucht es manchmal tatsächlich nur einen einzigen Funken.
Genau darüber schreibt Julia in ihrer berührenden Kolumne „Ein Funke genügt“. Über alte Glaubenssätze, die eigene Stimme und den Mut, loszugehen – auch wenn noch längst nicht alles perfekt ist. Und genau darüber sprechen wir beide auch in unserem gemeinsamen Podcast „Wofür brennst Du?“, den wir im August bei unserem Treffen in Berlin aufnehmen werden.
Ich bekomme heute noch Gänsehaut, wenn ich an diesen Abend Auf Ibiza denke.
Zum ersten Mal habe ich verstanden, was Schöpferkraft wirklich bedeutet.
Nicht nur etwas Schönes zu erschaffen.
Sondern etwas, das Menschen berührt.
Etwas, das Verbindung schafft.
Etwas, das bleibt.
Seitdem folge ich meinen Ideen.
Nicht, weil sie immer einfach sind.
Ganz im Gegenteil.
Manchmal wirken sie völlig verrückt.
Manchmal weiß ich selbst nicht, wie sie jemals Realität werden sollen.
Aber wenn etwas in mir brennt, kann ich nicht anders. Dann muss ich losgehen.
Gleichzeitig habe ich gelernt, dass Feuer nicht nur lodern darf.
Es möchte auch genährt werden.
Und manchmal möchte es sich einfach ausruhen.
Deshalb liebe ich es, dass Helena uns diesen Monat mit in die Welt des Ayurveda nimmt. Sie zeigt uns, warum unser Agni, unser Verdauungsfeuer, so viel mehr beeinflusst als nur unsere Verdauung – nämlich unsere Energie, unsere Lebenskraft und unser Wohlbefinden. Dazu schenkt sie uns ihre sommerlichen Ayurveda-Impulse für jeden Tag mit denen wir Ayurveda ganz easy in den Alltag holen und spricht am 27.08. LIVE im Hub zu ihrem Herzensthema.
Und weil Feuer eben nicht nur lodern, sondern auch lange brennen darf, freue ich mich genauso auf Birtes Live-Webinar darüber, wie wir das Urlaubsgefühl mit nach Hause nehmen können. Damit aus Leidenschaft nicht irgendwann Erschöpfung wird, sondern Balance.
Ein paar Jahre später durfte ich dieses Feuer noch einmal auf einer viel tieferen Ebene erleben ...
Während eines Women-Retreats, das ich gemeinsam mit einer anderen Frau leitete.
Zwischen Yoga, Tanz und einem langem Fotoshooting am Meer, lagen wir irgendwann auf unserem Hotelbett und luden die Bilder des Tages auf den Computer. Eigentlich hätten wir völlig erschöpft sein müssen. Doch dieses kreative Schaffen in Kombi mit der Sommersonne, die Kraft des Meeres, der Natur, mit der wir hier verschmolzen, hatte uns zu einem energetsichen High gebracht:
Da war auf einmal dieses starke Gefühl.
Nicht im Kopf.
Nicht im Herzen.
Sondern tief in unserem Schoßraum.
Ein Pulsieren.
Eine Lebendigkeit.
Fast wie Verliebtheit.
Fast wie Erregung.
Und doch etwas völlig anderes.
Es war überwältigend schön. Und dadurch dass wir beide es gespürt haben, war es wie ein lebendiger Beweis, dass es sie gibt, die Schöpferinnenkraft in uns.
Zum ersten Mal habe ich körperlich verstanden, warum so viele Traditionen den Schoßraum als Ort unserer Schöpferkraft beschreiben.
Dort sitzt sie.
Diese Kraft, Neues entstehen zu lassen.
Diese Lust am Leben.
Diese Kreativität.
Dieses Feuer.
Vielleicht ist genau das der Grund, warum wir dieses Thema mit euch im August nicht nur verstehen, sondern erleben möchten.
Ich persönlich bringe euch aus meinem Repertoire ein paar Schätze mit, mit denen ihr EURE schöpferische Energie erwecken könnt. Im Kundalini Yoga und im Ecstatic Dance (Live) lösen wir alles, was unsere Energie blockiert und bringen sie in Bewegung. Außerdem gebe ich dir im Laufe des Monats mit Impulsen zum Soul Journaling eine Möglichkeit, deine innere Stimme wieder zu hören und das, was sich hinter vielen Schichten verbigt und schon viel zu lange darauf wartet, gehört zu werden, ans Licht kommt – stay tuned!
Und ich freue mich riesig, dass wir in diesem Monat außerdem Judith Krüger – die Schöpferin des Yoniful Home und Expertin für weibliche Sexualität als Gast bei uns begrüßen dürfen. Mit ihrem exklusiven Yoniful Morning Guide begleitet sie uns drei Morgende lang zurück in unseren Körper – weich, erdend und schließlich mitten hinein ins Feuer. Ich könnte mir ehrlich gesagt keinen passenderen Gast für unsere August-Ausgabe vorstellen.
Und wenn Du gerade das Gefühl hast, dass dieses Feuer kaum spürbar ist, dann möchte ich Dir Reginas Beitrag besonders ans Herz legen.
Denn manchmal zeigt sich eine blockierte Schöpferkraft auch im Kinderwunsch.
Gemeinsam schauen wir auf die Frage, was eigentlich alles in unserem Leben fruchten möchte – nicht nur im körperlichen Sinne. Und in ihrem Live „Kinderwunsch & Zyklus“ widmen wir uns genau diesem Thema. Denn manchmal fehlt das Feuer gar nicht. Manchmal braucht es einfach nur wieder Raum, um zu brennen.
Und weil Feuer nicht nur ein Gefühl, sondern auch etwas ist, das wir jeden Tag nähren dürfen, beginnt ab diesem Monat eine neue Reihe in der Mediathek: Zyklusyoga Daily Routines. Den Anfang macht die Sommerphase rund um den Eisprung – passend zu den Themen Feuer, Fruchtbarkeit, Kreativität und Selbstausdruck. Drei kurze, wirkungsvolle Yoga-Sequenzen helfen Dir, Dein Hormonsystem nachhaltig zu unterstützen und lassen sich ganz leicht in Deinen Alltag integrieren. Nach und nach entsteht daraus eine vollständige Zyklusyoga-Bibliothek für alle vier Zyklusphasen – damit Du im Einklang mit Deinem Körper praktizieren kannst.
Feuer zeigt sich übrigens nicht nur in uns selbst. Manchmal zeigt es sich auch zwischen zwei Menschen.
Sandra nimmt uns mit auf ihre Reise durch Albanien und erzählt, warum gemeinsame Abenteuer Beziehungen lebendig halten können und weshalb Liebe manchmal einfach einen neuen Blickwinkel braucht.
Je länger ich meinen Weg gehe, desto sicherer bin ich mir in einer Sache:
Ich glaube nicht, dass wir hier sind, um einfach nur zufrieden zu sein.
Ich glaube, wir sind hier, um lebendig zu sein.
Um etwas zu bewegen.
Um unsere Gabe zu entdecken.
Und den Mut zu haben, ihr zu folgen.
Das Leben ist zu kurz, um sich kleiner zu machen, als man eigentlich ist.

Deshalb möchte ich Dir heute nur eine einzige Frage mitgeben:
Wofür brennst DU?
Und falls Du die Antwort gerade noch nicht kennst, dann wünsche ich mir von Herzen, dass dieser August ein kleiner Funke für Dich sein darf.
Vielleicht findest Du ihn in einem Satz.
In einem Tanz.
In einer Yogastunde.
In einem Gespräch.
In einer Playlist.
In einem Journaling.
In einem Rezept.
Oder einfach in einem Moment, in dem Du Dich selbst plötzlich wieder spürst.
Ich freue mich riesig, diesen Monat das Feuer mit dir zu erwecken!
Schreib mir deine Gedanken und Erfahrungen dazu unbedingt in die Kommentare - ich freu mich von dir zu lesen!!!
Mit feurigem Herzen
Iris ❤️
PS: Unser erstes Hub Event wartet auf dich!
Jedes Feuer braucht irgendwann einen Ort, an dem es landen darf.
Einen Ort, an dem aus Inspiration Begegnung wird.
Aus Ideen Gemeinschaft.
Aus einzelnen Frauen ein Wir.
Genau das feiern wir am 13. September bei unserem ersten Female Hub Gathering.
Noch bis zum 24.08. gibt es Frühbucherpreise für alle.
Hub Member und externe Gäste sind willkommen!!!
Ich hoffe, wir sehen uns dort.




Ich liebe die August Ausgabe!!!